Wasserstoffgewinnung – Technologie mit Speichermöglichkeit
Wasserstoff ist ein gasförmiger Energieträger und kann aus erneuerbaren Energien z.B. durch Elektrolyse gewonnen werden.
Im Gegensatz zu elektrischem Strom kann Wasserstoff in großen Mengen gespeichert werden. Die Speicherung kann wie bei Erdgas in Behältern, Rohrleitungen oder großen Untertagespeichern erfolgen. Alternativ wird der Wasserstoff verflüssigt und bei Bedarf wieder verdampft. Die für die Speicherung von Wasserstoff erforderlichen Technologien sind zum größten Teil bereits vorhanden und werden seit mehr als 100 Jahren in der klassischen Wasserstoffindustrie eingesetzt und stetig weiterentwickelt.
Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist ebenfalls ein seit mehr als 100 Jahren etabliertes Verfahren, das immer weiterentwickelt wird. In zahlreichen industriellen Prozessen fällt Wasserstoff als Nebenprodukt an. Wichtig zu wissen: Die Treibhausgaswirkung von Wasserstoff hängt insbesondere von der Herkunft des eingesetzten Stroms, dem Herstellungsverfahren und den Transportwegen ab
Pilot- und Testanlagen haben bereits gezeigt, dass die Kopplung von Strom- und Gasnetzen sowie die Integration von grünem Wasserstoff in die Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie möglich ist.
Bayern will 2040 klimaneutral sein – mit Wasserstoff geht‘s
Über das Bundes-Klimaschutzgesetz und die Vorgabe der EU hinausgehend, in dem die Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 verankert ist, hat sich Bayern das Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein.
Die Rolle von Wasserstoff.
Nicht alle Anwendungen in den Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie lassen sich auf elektrischen Strom umstellen. Wo es möglich ist, wird es nicht in jedem Fall wirtschaftlich darstellbar sein. Hier kommt Wasserstoff ins Spiel. Er kann die erneuerbare Energie über die bestehenden Gas-Transport- und Verteilnetze in die Sektoren integrieren.
Vielfach sind dafür überschaubare Anpassungen der bestehenden Gastechnologien in der Endanwendung erforderlich. Die vorhandene Gasinfrastruktur, immerhin 550.000 Kilometer in ganz Deutschland, kann in großen Teilen weiter genutzt werden.
Wärmewende mit Wasserstoff
Das Gasverteilnetz, das unsere Netztochter betreibt, ist dafür so gut wie bereit: Nach Prüfung durch die Initiative H2vorOrt und DVGW wurden rund 95 Prozent des regionalen Gasverteilnetzes nach den dort genannten technischen Kriterien als grundsätzlich für den Transport von Wasserstoff geeignet bewertet. (Daraus folgt keine Zusage zur künftigen Verfügbarkeit von Wasserstoff.) Bei Erweiterungs- und Ersatzmaßnahmen werden im heimischen Gasnetz schon heute ausschließlich Komponenten verbaut, die 100% wasserstofftauglich sind.
Die energie schwaben Gruppe gehört zu den Gründern der Initiative H2vorOrt. Gemeinsam mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) arbeiten mehr als 40 Verteilnetz- und Fernleitungsbetreiber an der Wasserstoffzukunft des deutschen Gasnetzes.
Mehr Informationen zu H2vorOrt finden Sie hier.


